Oder wie es angefangen ist…
Mein Name ist Viktoriya Engwicht und ich bin in Mariupol, Ukraine, geboren. Dort begann mein musikalischer Weg, der eng mit dem Klavier verbunden ist. Im Alter von sechs Jahren erhielt ich meinen ersten Klavierunterricht und widmete mich diesem Instrument insgesamt dreizehn Jahre lang – bis zu meinem 19. Lebensjahr.
Oft werde ich gefragt, ob ich „nur“ Klavier spiele. Darauf antworte ich gerne mit einem Schmunzeln: Um „nur“ Klavier spielen zu können, reicht auch ein ganzes Leben nicht aus. Das Klavier ist ein äußerst vielseitiges Instrument, dessen Beherrschung weit mehr umfasst als das Drücken der Tasten. Zu meinem Lehrgang gehörten neben dem Instrumentalunterricht auch Musiktheorie, Solfeggio, Chor, Improvisation, Korrepetitionsklasse, Kammermusikunterricht und Klavierensemble. Darüber hinaus war tägliches Üben selbstverständlich: Mindestens eine Stunde Klavierpraxis pro Tag gehörte zu den Hausaufgaben. So viel also zum Thema „nur Klavier spielen“.
Seit 2016 lebe ich in Deutschland. Im Jahr 2022 habe ich mich entschieden, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und mich dazu entschlossen, Klavierunterricht anzubieten. Diese Tätigkeit begeistert mich besonders, weil ich gerne unterrichte. Ich entdecke immer wieder, wie einzigartig jeder Mensch ist. Mit jeder Schülerin und jedem Schüler beginnt ein neuer, individueller Weg. Es gibt keine allgemeingültige Methode, die für alle gleichermaßen funktioniert.
Für mich bedeutet guter Unterricht, kreativ zu denken, die Stärken einer Person zu erkennen und gezielt zu fördern sowie gleichzeitig an den Bereichen zu arbeiten, die noch Entwicklungspotenzial bieten. Dabei geht es nicht nur um Musik, sondern auch um wichtige Fähigkeiten für das Leben.
Besonders freue ich mich, wenn ich selbst den jüngsten Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Erkenntnis vermitteln kann: Im Leben sind viele Dinge zunächst schwierig. Doch fast jede große Herausforderung lässt sich bewältigen, wenn man sie in kleine, überschaubare Schritte aufteilt und diese nacheinander abarbeitet.
Dazu passt ein bekanntes Sprichwort:
„Es gibt nur eine Möglichkeit, einen Elefanten zu essen: Stück für Stück.“ //Zitat (Desmond Tutu)
